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Das Suchen mit einem Metalldetektor ist Genehmigungspflichtig. Ohne eine Genehmigung von der Denkmalbehörde und dem Grundeigentümer ist das Suchen daher nicht erlaubt.


So wird in den nächsten Jahren noch auf vielen Wiesen und Äckern nach metallischen Gegenständen mit dem Metalldetektor gesucht werden. Der Sondler wird Spielplätze, Strände und andere Suchorte von Müll, wie Kronkorken, Nägeln und Industrieabfällen befreien. 95% der gefundenen Gegenstände sind archäologisch gesehen uninteressant und haben nur für den Finder einen hohen ideellen Wert. Die restlichen 5% landen meistens in privaten Vitrinen und bleiben der Öffentlichkeit verwehrt. Das liegt daran, dass für die Suche mit einem Metalldetektor strenge gesetzliche Vorschriften gelten. So darf man z.B. gefundene Gegenstände auf seinem eigenen Grundstück nicht behalten, sondern muss diese melden. Wenn heute ein Sondler, der keine Genehmigung hat einen interessanten Fund macht und diesen meldet, riskiert er empfindliche Strafen.

Die hohen Kosten und die lange Bearbeitungszeit für eine Suchgenehmigung lässt viele Sucher auf eigene Faust losziehen.

Hier wäre eine Zusammenarbeit für beide Seiten, dem geschichtsinteressierten Hobbysucher und dem Archäologen von Vorteil. Von beiden Seiten zusammengetragene Fundstücke, ausgestellt in Museen, würden Zeitepochen wiedergeben und für ein besseres Verständnis unserer eigenen Geschichte“[1] sorgen.

Verschiedene Sondlervereine setzten sich derzeit für eine gute Zusammenarbeit ein. Leider sind die Denkmalbehörden und deren Archäologen wenig daran interessiert und würden, wenn sie könnten den Metalldetektor sofort als Waffe kennzeichnen und verbieten lassen.

Diese Streitigkeiten, die zum Teil im Internet und in den Medien ausgetragen werden, haben zu einer Verhärtung der Fronten geführt. In den kommenden Jahren wird es wohl zu keiner Lösung kommen, die beide Parteien zufrieden stellen könnte.



[1] Vgl. Gesink, S. 317